PM 860
Kondensatormikrofon
Kurzer historischer Abriss
Das PM 860 wurde im Jahre 1986 erstmals produziert. Es wurde damals in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kinematografie und Film -NIKFI-, Moskau und dem Rundfunk-und Fernsehtechnischen Zentralamt -RFZ-, Berlin entwickelt. Es arbeiteten verschiedene Hörgruppen unter Mitwirkung der Rundfunkanstalten an der Optimierung des Frequenzganges des Übertragungsmaßes mit.
In den 90er Jahren wurde es vom derzeit aktuellen Solistenmikrofon M 900 abgelöst.
Mit dem PM 860 konnte ein erstaunliches Produktionsvolumen erreicht werden. Die Mikrofone wurden vorzugsweise in osteuropäische Länder exportiert, die dem RGW (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe) angehörten.
- A piece of eastern history -

Abbild einer Originalretusche von 1986
Anwendungen
Das PM 860 wurde vielseitig eingesetzt und galt demzufolge als „allrounder“
- für Lifeübertragungen auf Bühnen
- für Instrumental-und Choraufzeichnungen
- in Fernseh- und Rundfunkanstalten
- im Homerecording-Bereich
- in Diskotheken
Heute können Sie das Solistenmikrofon PM 860 mit der gleichen technischen Ausstattung wie früher erwerben. Das PM 860 ist ein Transistormikrofon mit einer Kapsel mit Nierencharakteristik. Im Vergleich zum heutigen Solistenmikrofon M 900 besitzt das PM 860 einen Ausgangsübertrager. In beiden Mikrofontypen wird der gleiche Kapseltyp mit einer Keramikelektrode verwendet.
Technische Besonderheiten
- hoch aussteuerungsfestes Mikrofon
- Keramikelektrode mit einem Durchmesser von 24mm, die sich über Jahrzehnte durch eine hohe Langzeitstabilität bewährt hat
- Kapsel erzeugt einen sehr warmen und verfärbungsfreien Klang
- Kapsel elastisch gelagert, um äußere Stoßeinwirkungen zu kompensieren
- durch großen Schutzkorb stark reduzierte Popempfindlichkeit des Mikrofons
- Ausgangsübertrager erzeugt den bevorzugten Sound der Musiker
- Schalterfunktionen ermöglichen Pegel- und Tiefenabsenkung
- mit EMV-Filter







